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Verschwinden, ein Leben lang

Verschwinden, ein Leben lang

Gespräch mit Ilse Aichinger, 2001 Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen? Zuletzt sah ich einen schlechten Film mit Hugh Grant. Und das hat mich besonders geärgert, weil er ein so guter Schauspieler ist. Es hat etwas mit „Chocolat“ geheißen. Es gibt einen schönen...
Über Social Reading

Über Social Reading

Buchreport, 2. Oktober 2015 Guido Graf und Daniel Acksteiner über Social Reading„Mehr als Marketinginstrument, Quasselbude oder Troll-Spielplatz“ Social Reading bei Sobooks. Welche Perspektive hat die gemeinschaftliche Lektüre digitaler Texte? Wie groß ist das...
Wann, wenn nicht jetzt

Wann, wenn nicht jetzt

Johann Holtrop, der Titelheld in Rainald Goetz’ Roman, sitzt in einem Hotel in Hongkong und liest mit Wohlbehagen das Portrait, das in einer Wochenzeitung über ihn erschienen ist. Der Zukunftsfreak– so ist es überschrieben. Dieser Zukunftsfreak ist CEO eines...

Das Herz der Zukunft schlägt kollaborativ

Als The Future Heart schreibt Wayne Coyne, Kopf der amerikanischen Rockband The Flaming Lips, auf Facebook. Der Name ist mehr als ein bloßer Witz. Wer die Einträge liest und dazu hört, was für Musik Coyne produziert, der weiß: The Future Heart enthält gleich ein...
Die Nabe

Die Nabe

Wie man ein Leben erzählt: so lautet die scheinbar simple Aufgabe, der sich der norwegische Schriftsteller Jan Kjaerstad mit seiner Roman-Trilogie über den Fernsehstar Jonas Wergeland gestellt hat. Vor drei Jahren erschien – immer in der eleganten und souveränen...
krampfig an den rand geschmiegt

krampfig an den rand geschmiegt

Karl Wolfskehl ist als Dichter nahezu vergessen. Als einer der ersten im Kreis um Stefan George, als Barock-Spezialist, Schwabinger Bohemien, jüdischer Hymniker wurde und wird er nur am Rande wahrgenommen. Das hat Tradition. Hugo von Hofmannsthal schrieb schon 1897 an...
Das offizielle Organ des Todes

Das offizielle Organ des Todes

Einem Menschen, der leben will, heißt es in Kafkas Prozess, hält die Logik nicht stand. Die Ordnung der Ökonomie, die sie aufrecht erhalten soll, schließt gerade das Lebensnotwendige, die Leidenschaft aus. Dieser Konflikt hat eine Geschichte und er hat die Menschen...
Und dann

Und dann

Im fröhlichen Dilettantismus des unerschöpflichen Notizheftes seiner Oma Laura findet Bora Ćosić das Material für seine Bücher. Ohne dieses Heft, behauptet Ćosić, “hätte es auch den Roman ‘Bel tempo’ nicht gegeben, in dem meine Oma, endlich zum Leben...
Wir sind nur Geister derer, die wir sein sollten

Wir sind nur Geister derer, die wir sein sollten

Vor Schrecken starr läßt den Leser schon das erste Kapitel von James Hamilton-Patersons Roman “Die Geister von Manila. Wir tauchen ein in den schwärzlich-bräunlichen Dunst über der philippinischen Hauptstadt, wir landen mit der jungen Archäologin Ysabella...